Unsere englischen Austauschpartner sind seit Sonntag da. Deshalb hab ich gerade nicht so viel Zeit, aber in der Schule geht es ja so kurz vor den Ferien eher locker zu. Gestern waren wir Fußball spielen, England gegen Deutschland, 11 gegen 11. Es hat viel Spaß gemacht und nach 90min (bzw. als wir vom Platz geschmissen wurden) stand es 4:4. So war keiner allzu unglücklich. Trotz meiner schlechten Ballkontrolle hab hch immerhin ne Torvorlage hinbekommen (über links, so wie Poldi auf Schweini).
Das Wetter ist zum Glück im Großen und Ganzen okay, jetzt gerade ist es zumindest super.
Jetzt reicht's mir erstmal mit schreiben, ich muss mal schauen, ob man an die Wii auch ne Tastatur anschließen kann.
Ein tolles von den Beatles heißt so und dessen Inhalt hab ich mir auch den ganzen Winter und Frühling über gewünscht. Jetzt ist die Sonne da, aber glücklich bin ich immer noch nicht. Es ist so verdammt heiß, Hitzefrei wurde abgeschafft und man hält es alles kaum aus. Zum Glück hab ich heute die allerletzte Klassenarbeit dieses Schuljahres geschrieben (lief ganz gut) und kann endlich etwas lockerer in Richtung Schuljahresende und Projekttage schauen.
Ein bisschen geärgert hab ich mich zwar wegen der Arbeiten noch: In Mathe bin ich nicht auf das (unglaublich einfache) Lösungsverfahren gekommen, aus dem die Hälfte der Arbeit bestand und in Chemie hab ich statt ner 1- eine 2+ bekommen und steh dadurch jetzt auf der Kippe im Zeugnis, nur weil ich bei einem Schaubild, dass eigentlich eine Skizze war die Einheiten nicht hingeschrieben hab. Ich find das total bescheuert. Ich meine, ich weiß doch wohl, dass Zeit in sek, min oder h angegeben werden und Energie in J oder kJ. Das ist doch halt so selbstverständlich, dass ich es gar nicht mehr hingeschrieben hab, vor allem weil da nur ein ganz allgemeines Beispiel ohne Zahlen skizziert wurde, nur die Kurve war wichtig. Naja, ich hoffe mal, dass ich die 1 im Zeugnis trotzdem bekomme.
Was gibt's sonst noch zu erzählen....?
Gestern hab ich mit nem Freund nochmal die Jugendhaus-Homepage aktualisiert, war sehr amüsant, inkl. Fußbad, Kuchen und Obstsalat.
Naja, egal. Ich muss jetzt schnell weg, vielleicht schreib ich später noch weiter. Tschüs!
Heute ist mündliches Abitur an unserer Schule, für alle Nicht-13er heißt das schulfrei! Das ist natürlich toll, aber im Hinterkopf hab ich immer irgendwie den Gedanken, dass in vier Jahren ich einer derjenigen bin, die an diesem Tag nicht schulfrei haben. 2012 werde ich mein Abi machen - die Klassenstufe unter uns übrigens auch, das heißt doppelt so viele Anwärter auf Studienplätze, Lehren und Stellen und was weiß ich noch was - und wenn ich mein Abi dann hab, dann...mh, ja,...und dann?
Jedes Mal wenn ich gefragt werde, was man denn später einmal werden will, hab ich nicht wirklich eine Ahnung. Ich interessiere mich für vieles, kann verschiedene Sachen gut und finde eigentlich jedes Schulfach irgendwie (zumindest manchmal) spannend und interessant, manche Fächer mehr, manche weniger.
Wo ich später mal arbeiten werde? Was ich studieren soll? Wo ich hingehen werde? Keine Ahnung! Dass ich ja auch noch Zeit habe, wird mir immer gesagt. Das wird mir jedes Jahr aufs Neue gesagt und währenddessen läuft die Zeit, nein, sie rennt, und zwar davon; und kaum mache ich mir wieder Gedanken darüber, weil mich jemand danach fragt, oder weil ich einfach mal wieder daran erinnert werde, ist schon wieder ein halbes Jahr vergangen.
Vier Jahre noch und dann ich bin weg, erstmal schön das Leben ohne die Schule feiern, um mich dann später nach diesem Luxus der vielen Ferien und der halbtägigen Arbeit zu sehnen. Dann an die Uni - oder doch nicht? Wenn ja, was studieren, und wo? Es sind so viele wichtige Entscheidungen, dass man sich irgendwie vor ihnen drückt, weil man Angst hat, falsch zu wählen aus den vielen Möglichkeiten. Die Qual der Wahl heißt es so schön leider.
Ich sollte mich aber glücklich schätzen, überhaupt so viele Möglichkeiten zu haben, denn auf dem Gymnasium und mit meinen Noten müsste ich mir eigentlich keine Sorgen machen. Wär ich auf der Hauptschule - das könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen - würde ich schon jetzt mit der Schule aufhören, jetzt schon in die Lehre gehen, jetzt schon ins Berufsleben umsteigen! Nein, danke, da bleib ich doch noch lieber eine Weile am Ellenrieder-Gymnasium und ertrage die 34 Schulstunden* pro Woche und die dazukommenden Hausaufgaben. Das ist glaube ich angenehmer.
Habt ihr euch damals auch so Gedanken darüber gemacht? Wie habt ihr entschieden und vor allem nach welchen Kriterien? Seid ihr heute zufrieden mit eurer Wahl? Ich bin dankbar für Tipps.
Aber vielleicht schlage ich mir die Sache auch wieder aus dem Kopf, ich mach mir wohl ein bisschen zu viele Gedanken darüber. Ich hab ja schließlich noch Zeit.
Die erste Deutschstunde, die mir Spaß gemacht hat. Es ging um das Medium Fernsehen, geleitet durch einen Referendar (nehme ich an), der seine Sache ziemlich gut machte.
Der beste Schultag seit langem, vor allem, weil er nur 3 Schulstunden lang war.
Letzten Sonntag war hier übrigens wieder großer Flohmarkt und ich hab mein ganzes Lego und ähnliches altes Spielzeug, das ich nicht mehr benutze, verkauft. Es hat sich gelohnt, und Erfahrung hab ich auch ein bisschen gesammelt, mit den Preisen ist das nämlich nicht immer so einfach.
Nach dem fünf Stunden langen Sitzen am Stand musste ich dann auch noch vier Stunden lang bei der Probe zum Musical Smike sitzen, Geige spielen, den Schauspielern zuschauen und den Gitarristen bewundern. Aber das hat sich ebenfalls gelohnt und meine Meinung über die anfangs verhassten Noten hat sich doch noch geändert.
Eineinhalb Tage zum Anschauen sind zu wenig. Leider. Aber es war trotzdem toll. Nach der langen Nachthinfahrt in einem Sechsbettabteil stellten wir unser Gepäck in der Jugendherberge ab und liefen/fuhren von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Von der Siegessäule (zu viele Treppen zum Rennen, wie ich sehr unangenehmerweise feststellen musste), vorbei am Bellevue, zum Bundestag, weiter beim Brandenburger Tor (es fing an zu regnen) und zum Holocaustdenkmal inklusive Museum (sehr gut!). Am Sonycenter sind wir auch vorbeigekommen, nebendran waren noch Mauerreste ausgestellt, Mittagessen gab's bei Subway. Nachdem wir beim Alexanderplatz vorbeigeschaut hatten, wollten wir eigentlich einen Vortrag im Sitzungssaal des Bundestags anschauen, aber dummerweise trödelten einige, sodass wir so spät waren, dass wir schon auf dem Weg dorthin aufgaben. Schade. Später am Abend haben wir in einem indischen Cafe was getrunken und haben uns amüsiert. Am nächsten Tag hab ich mich der Gruppe, die zum Zoo ging angeschlossen (Knut! xD) und danach ging's zum eigentlich Anlass unserer Reise: Debating. Unglücklicherweise wurden wir nicht darüber informiert, dass es erst später als geplant anfangen würde und verloren unnötig Zeit mit Warten. Es fing mit einer impromptu debate an (1 Stunde Vorbereitungszeit), die ich mitvorbereitete, doch jetzt bereue ich es irgendwie, dass ich nicht auch mitdebatet hab. Im Anschluss wurde die vorbereitete Debatte ausgetragen, die wir, im Gegensatz zur anderen, gewannen.
Am Abend ging es wieder in Gruppen durch die Stadt, die einen zum Kudamm, manche ins IMAX und ich vor's Brandenburger Tor: Pokalmeile wegen des Pokalendspiels Bayern - Dortmund! Schon den ganzen Tag über hatten wir Dortmundfans gesehen und die waren dann auch in der Überzahl, wir waren auch mitten zwischen ihnen. Danach sind wir wieder etwas trinken gegangen und wie am Vortag um ca. 2 Uhr in unsere Betten geschlüpft gefallen. Schon um sechs mussten wir schließlich aufstehen, frühstücken und auschecken. Das Essen in der Jugendherberge war immer gut, auch die Zimmer waren okay. Auf der Rückfahrt, die diesmal Tagsüber und mit einem ICE war, spielten wir verschiedene Rätselspiele, hörten Musik oder schliefen.
Mit einer Gruppe von Leuten ist Reisen noch besser! Wir wären alle gerne länger geblieben, ging aber leider nicht. Gelohnt hat sich die lange Fahrt auf jeden Fall! Fotos kommen noch....
Hier sind ein paar davon:
Und zum Schluss noch ein lustiger Eisbär:
Morgen Abend geht's los. Das erste Mal in Berlin, das erste Mal Nachtzug, vielleicht das erste Mal in der German Senior League debattieren. Ich freu mich schon!
Was muss ich in Berlin unbedingt anschauen?
Mit dem Debating Club vom Ellenrieder fahren wir zu vierzehnt plus Lehrerin dorthin. Juhu!
Ich kann es sogar noch spüren: In meinem Kopf war gerade ziemlich was los!
Schriftliche Aufgaben in Französisch zu neuer Grammatik, Arbeitsblätter in Spanisch, anderen erklären und helfen in den Pausen und dann der Höhepunkt: zweistündige Mathearbeit! Gut, dass ich gut gefrühstückt und viel getrunken habe.
Aber trotzdem: Ich hab noch in keiner Klassenarbeit so viel durchgestrichen. Ich war viel zu oft auf dem falschen Dampfer, einmal rechnete ich sogar eine dreiviertel Seite mit drei verschiedenen Lösungsversuchen voll, gab auf, merkte dann 10min vor Schluss, dass meine Gleichung von Anfang an nicht gestimmt hatte und rechnete nochmal alles richtig aus. Und diese ganze Zeit, die ich in diese Aufgabe investiert hab, hat mir dazu noch am wenigsten Punkte gebracht.
Am Schluss war es dann aber insgesamt doch recht gut, ich hatte alle Aufgaben (hoffentlich richtig) gelöst, nur eine Teilaufgabe hatte ich teilweise nicht.
Wenn alles gut geht, wird es trotzdem eine gute Note; der Durchschnitt aber ganz bestimmt nicht.
...aber leider nicht wie vergesslich, obwohl es passen würde: Beispiel 1:
Freitags spreche ich meine Physiklehrerin auf meinen Wunsch an, in Physik über ein astronomisches Thema eine GFS zu machen. Wir reden über Thema, Termin und ob es zum Unterricht passt.
Dienstags in der nächsten Physikstunde:
"Ich wollte ja ne GFS in Physik machen."
"Ah, schön!"
Und auch die ganze weitere Konversation schien sie das Gespräch von Freitag vergessen zu haben... Beispiel 2:
Frau Bierkandt hat uns letzte Woche eine Übersetzung Deutsch-Spanisch aufgegeben, in der nächsten Stunde haben wir die Hausaufgabe auch besprochen und sie schien abgehakt. Diese Woche hat sie uns die Aufgabe plötzlich wieder aufgegeben. Natürlich hat keiner protestiert und in der nächsten Stunde haben wir zum zweiten Mal ein und dieselbe Aufgabe besprochen, die natürlich niemand noch einmal gemacht hatte. Sie hat wirklich nichts gemerkt!
Naja, wir fanden's natürlich gut. Vielleicht gibt sie uns die Aufgabe ja nochmal auf, nächste Woche ist sie nicht da, genug Zeit, um es nochmal zu vergessen. xD